CORONA VIRUS – FAQ & Links

Wichtige Informationen zum Thema neuartiger Coronavirus SARS-CoV-2

CORONA SPECIAL

FRAGEN & ANTWORTEN (FAQ)

Allgemeine Informationen rund um das Thema Corona Virus (SARS-CoV-2) und die Lungenkrankheit COVID-19 finden Sie in den einzelnen Abschnitten:

Rheuma-Patienten

Weitere Informationen und Links:

Die Quelle der Informationen ist die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA). Auf der Website der BZgA finden Sie auch weiterführende Informationen rund um das Thema neuartiger Coronavirus (SARS-CoV-2). Bitte beachten Sie zu allen aufgeführten Links unseren Haftungsausschluss: Disclaimer.

Der Stand der Informationen ist der 30.03.2020

TIPPS FĂśR DEN ALLTAG (RKI)

Was kann ich in meinen Alltag tun? Was sollte ich vermeiden?

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  • Bleiben Sie zu HauseVerlassen der Wohnung: möglichst nur fĂĽr Versorgungsgäng oder kurze Spaziergänge. Abstand von 1 bis 2 m zu anderen Personen einhalten.
  • Direkte Kontakte meiden - In Verbindung bleibenReduzieren Sie privaten Kontakte auf das Notwendigste. Nutzen Sie die Möglichkeiten von Telefon und Internet (ohne direkten/persönlichen Kontakt).
  • Regelmäßig LĂĽftenLĂĽften Sie, wann immer möglich, Ihre Räume regelmäßig.
  • Absage von ReisenSagen Sie nicht notwendige Reisen ab oder verschieben Sie diese
  • HILFE GEBEN oder AnnehmenLassen Sie sich als Risikogruppe wenn möglich durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen oder wenn Sie nicht zur Risikogruppe gehören: bieten Sie Ihre Hilfe an.
  • Räumliche Trennung von ErkranktenLegen Sie den Umgang mit Erkrankten im Haushalt fest (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern; Mahlzeiten getrennt einnehmen; räumliche Trennung von Geschwisterkindern).

ANSTECKUNG & SYMPTOME

Wie kann man sich mit COVID-19 infizieren? Welche Symptome sind typisch?

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Krankheitszeichen

Der Coronavirus SARS-CoV-2 ist ein Erreger von Atemwegserkrankungen, spezifisch der Atemwegserkrankung COVID-19.

Bei einer Infektion sind folgende häufige Krankheitszeichen beobachtet worden:

  • Fieber und
  • Husten.

Weitere beobachtete Krankheitszeichen :

  • Atemnot,
  • Halsschmerzen,
  • Kopfschmerzen und
  • Muskel- und Gelenkschmerzen.
  • Teilweise auch Durchfall.

Bitte beachten: Allgemein sind die Krankheitsverläufe jedoch unspezifisch, vielfältig und variieren stark. Daher lassen sich keine allgemeinen Aussagen zu einem „typischen“ Krankheitsverlauf machen.

Eine SARS-CoV-2 Infektion kann wie folgt ablaufen:

  • ohne Krankheitszeichen,
  • häufig mit leichten bzw. milden Symptomen (vermutlich mehr als 80 Prozent) oder
  • mit schweren LungenentzĂĽndungen / Lungenversagen und Tod.

Da aktuell nur alle bekannten und im Krankenhaus behandelten Patienten in die Berechnung mit einbezogen werden, liegt der Anteil der Todesfälle bei bestätigter Infektion mit SARS-CoV-2 bei 2 Prozent. Der wahre Wert wird wahrscheinlich niedriger liegen.

Stand: 25.03.2020

Ăśbertragung Corona SARS-CoV-2

Der Coronavirus SARS-CoV-2 wird von Mensch zu Mensch ĂĽbertragen:

  • HauptĂĽbertragungsweg: Tröpfcheninfektion (Virus-haltige Tröpfchen gelangen an die Schleimhäute der Atemwege)
  • Ebenfalls möglich: Schmierinfektion (ĂĽber die Hände, die mit der Mund- oder Nasenschleimhaut sowie mit der Augenbindehaut in Kontakt gebracht werden)

Nach aktueller Sachlage ist davon auszugehen, dass die Übertragung hauptsächlich über Sekrete der Atemwege erfolgt. Welche Rolle die Schmierinfektion spielt, ist zur Zeit nicht bekannt. Bisher wurden häufig Infektionsketten identifiziert, welche am besten durch eine direkte Übertragung (z. B. Tröpfchen) erklärt werden konnten.

Vereinzelte Fälle zeigen, dass auch eine Ansteckung erfolgen kann, wenn Betroffene nur leichte oder unspezifische Krankheitszeichen gezeigt haben.

Die Übertragung über den menschlichen Stuhl ist noch nicht ausreichend geklärt, jedoch lassen sich die Viren auch dort teilweise nachweisen.

Stand: 25.03.2020

Dauer der Inkubationszeit / Ausbruch Infektion von COVID-19

Nach aktuellem Kenntnisstand beträgt die Zeit zwischen Ansteckung, Ausbruch der Infektion und ersten Krankheitszeichen bis zu 14 Tage. Im Durchschnitt beträgt die Inkubationszeit nach aktuellen Einschätzungen 5 bis 6 Tage.

Stand: 23.03.2020 

Behandlung

Zentraler Bestandteil der Behandlung dieser Infektion sind unterstĂĽtzende MaĂźnahmen entsprechend der Schwere der Erkrankung.

Aktueller Kenntnisstand ist, dass nicht alle Erkrankungen mit SARS-CoV-2 schwer verlaufen sind. Die in Deutschland aufgetretenen Fälle waren meist von Erkältungssymptomen begleitet.

Eine spezifische Therapie gegen die Atemwegserkrankung COVID-19 steht derzeit nicht zur VerfĂĽgung.

Schutz vor Ansteckung

Die Möglichkeiten sich zu schützen sind, wie bei Influenza und Atemwegserkrankungen, das Einhalten der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und Abstand zu Erkrankten (ca. 2 Meter).

Tragen von Mund-Nasen-Schutz

Die effektivste und wichtigste Maßnahme zum persönlichen Schutz und zum Schutz Dritter ist die Einhaltung der Husten- und Nies-Etikette, eine gute Händehygiene und 1 bis 2 Meter Abstand zu erkrankten bzw. krankheitsverdächtigen Personen.

Das Tragen eines Mundschutzes ist sinnvoll, sofern eine akute Erkrankung der Atemwege vorliegt und die erkrankte Person sich im öffentlichen Raum bewegen muss. Dies dient dazu, die Weiterverbreitung der Krankheit zu vermindern (Fremdschutz). Dabei ist beispielsweise ein chirurgisches Mundschutz erforderlich, welcher korrekt, dauerhaft und eng anliegend getragen werden muss. Sollte dieser durchfeuchtet sein, muss er umgehend gewechselt werden.

Ein Verschieben während des Tragens muss verhindert werden.

Ob ein Mundschutz für Sie persönlich erforderlich ist und wie dieser korrekt angelegt und getragen wird, kann Ihnen eine medizinische Fachkraft bestmöglich erklären. Lassen Sie sich dazu entsprechend beraten.

Bei gesunden Personen gibt es keine hinreichenden Belege dafĂĽr, dass das Tragen eines Mundschutzes die Ansteckung verringert.

Impfung

Aktuell steht kein spezifischer Impfstoff zur VerfĂĽgung.

Nicht bestätigten Informationen aus China zur Folge, soll Ende April 2020 ein Impfstoffkandidat klinisch erprobt werden.

Zur Zeit kann noch nicht prognostiziert werden, wann letztendlich ein zugelassener Impfstoff verfügbar sein könnte.

IMPFUNG | TEST | IMMUNITĂ„T

Kann man sich gegen COVID-19 impfen? Gibt es eine Immunität?

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Impfung

Aktuell steht kein Impfstoff zur VerfĂĽgung, jedoch wird weltweit intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Ab wann ein Impfstoff verfĂĽgbar sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Stand: 25.03.2020

Test & Nachweis von COVID-19

Nachweis einer Infektion:

Etwa zehn Tage nach Beginn der Erkrankung tauchen im Blut verschiedene Antikörper auf, mit denen das Immunsystem auf das Virus reagiert. Dies kann mit dem aktuell vorhandenen Test überprüft werden.

Schnelltest:

Diese sind aktuell NICHT verfügbar. Jedoch läuft eine internationale Entwicklung von (Schnell-)Tests, die diese Antikörper anhand einer Blutprobe sicher nachweisen können. Diese Tests können eine Infektion aber entsprechend erst nach etwa zehn Tagen erkennen. 

Stand: 25.03.2020

Ist ein Test fĂĽr mich sinnvoll?

Die Laboruntersuchung sollte zur Ursachenabklärung nur dann durchgeführt werden, wenn Krankheitszeichen vorliegen.

Ob Sie einen Test durchfĂĽhren sollen oder nicht sprechen Sie am besten telefonisch mit dem behandelnden Arzt ab.

Bitte beachten: Ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus hat bei einer gesunden Person keine Aussagekraft darĂĽber, ob man noch erkranken kann.

Ein genereller Test für alle in Deutschland belastet aktuell die vorhandenen Laborkapazitäten unnötig. Diese werden insbesondere für Risikopatienten benötigt.

Stand: 26.03.2020

Immunität

Immunität:

Die Frage kann im Moment noch nicht sicher und abschließend beantwortet werden. Noch ist nicht klar, ob der Nachweis von Antikörpern gegen das Coronavirus tatsächlich bedeutet, dass man gegen eine Neuinfektion immun  – also vor einer erneuten Erkrankung durch das Virus geschützt – ist.

Bei anderen Virusinfektionen entsteht aber nach der Heilung eine Immunität, die einige Jahre anhält und somit vor einer erneuten Erkrankung schützt. Es spricht im Moment alles dafür, dass das auch beim Coronavirus der Fall ist.

Stand: 25.03.2020

Dauer der Immunität

Die Frage kann im Moment noch nicht sicher beantwortet werden.  

Bei Personen, die eine Infektion mit dem „ersten“ Coronavirus (Sars-CoV) – also nicht der aktuelle SARS-CoV-2 – ĂĽberstanden haben, waren etwa zwei Jahre lang erhöhte Mengen an Antikörpern gegen das Virus nachweisbar. Danach begann die Zahl der Antikörper nachzulassen.

Ob dies bedeutet, dass auch die Immunität schwächer wird, ist aber unklar.

Stand: 25.03.2020

VERDACHT INFEKTION & CORONA-TEST

Sie haben den Verdacht auf eine COVID-19 Infektion? Sie wollen einen Test auf Corona SARS-CoV-2 durchfĂĽhren lassen?

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Ist ein Test für jede Person unabhängig von einer Erkrankung sinnvoll?

Die Laboruntersuchung sollte zur Ursachenabklärung nur dann durchgeführt werden, wenn Krankheitszeichen vorliegen.

Ob Sie einen Test durchfĂĽhren sollen oder nicht sprechen Sie am besten telefonisch mit dem behandelnden Arzt ab.

Bitte beachten: Ein negatives Testergebnis auf das neuartige Coronavirus hat bei einer gesunden Person keine Aussagekraft darĂĽber, ob man noch erkranken kann.

Ein genereller Test für alle in Deutschland belastet aktuell die vorhandenen Laborkapazitäten unnötig. Diese werden insbesondere für Risikopatienten benötigt.

Die genaue Empfehlung des Bundesministeriums fĂĽr Gesundheit erhalten Sie hier.

Stand: 26.03.2020

Sie haben Symptome und erreichen die Hotline oder den Arzt nicht?

Bei leichten Symptomen können Sie sich im ersten Schritt selbst isolieren. Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie enge Kontakte unter zwei Metern. Achten Sie auf eine gute Händehygiene und halten Sie die Husten- und Niesregeln ein. Bei zunehmenden Beschwerden versuchen Sie weiter die Telefonnummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116 117 zu erreichen. Im Notfällen (z. B. bei Atemnot) rufen Sie den Notruf 112.

Stand: 26.03.2020

Sie haben eine leichte Atemwegserkrankung mit leichten Symptomen. Sollen Sie ärztlichen Rat einholen?

Sie benötigen ärztlichen Rat, sofern Sie:

  • in den vergangenen zwei Wochen Kontakt zu einem COVID-19 Erkrankten mit positivem Labortest hatten, 
  • eine Vorerkrankung haben / hatten oder Ihre Atemwegserkrankung sich verschlimmert (Atemnot, hohes Fieber etc.)
  • beim Arbeiten oder einer sonstigen Tätigkeit Kontakt mit Menschen pflegen, welche ein hohes Krankheitsrisiko haben (z. B. Senioren im Altenheim, Patienten im Krankenhaus)

Bereits vor dem Vorliegen Ihres Testergebnisses sollten Sie sich in eine Selbstisolation begeben. Bleiben Sie zu Hause und meiden Sie engen Kontakte unter 2 Metern. Achten Sie auf eine gute Händehygiene und tragen Sie einen geeigneten Mund- und Nasenschutz bei Kontakt mit anderen.

Stand: 26.03.2020

RHEUMA UND CORONA

Welche MaĂźnahmen sind sinnvoll? Was gilt es zu beachten?

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Welche Impfungen sind laut DGRh empfohlen und sinnvoll?

Vervollständigen Sie Ihren Impfschutz:

  • insbesondere gegen Influenza
  • aber auch gegen Keuchhusten und
  • Pneumokokken

Stand: 02.04.2020

Welche Hygiene hilft um sich zu schĂĽtzen?

Verfolgen Sie  gemäß DGRh-Empfehlung eine konsequente Hygiene:

  • Vermeiden Sie konsequent Händedruck bzw. HändeschĂĽtteln mit Dritten
  • Waschen Sie regelmäßig Ihre Hände nach einem Kontakt mit Dritten
  • Vermeiden Sie strikt das BerĂĽhren Ihres eigenen Gesichts mit den eigenen Händen (sofern Sie diese vorher NICHT gewaschen haben)
  • Niesen:
    • Drehen Sie sich weg,
    • niesen Sie in ein Taschentuch oder
    • niesen Sie in die Armbeuge
    • Vermeiden Sie bitte: in die Hand niesen & mehrfache Nutzung eines Papiertaschentuchs
    • Regelmäßig: Händewaschen nach dem Niesen 
  • Halten Sie Abstand zu Erkrankten
  • Meiden Sie größere Menschenansammlungen 
  • Vermeiden Sie nicht notwendige Reisen

Stand: 02.04.2020

Welche weiteren Empfehlungen gibt die DGRh?

Die DGRh empfiehlt auf Ihrer Website:

  • die vom RKI empfohlenen MaĂźnahmen zu beachten und – wie dort beschrieben – nach Möglichkeit umzusetzen
  • Kein Absetzen einer Basistherapie (BegrĂĽndung: Risiko der Reaktivierung der rheumatologischen Erkrankung und der dadurch und/oder durch die dann notwendige Glukokortikoidtherapie kompromittierten Immunabwehr)

Hinweis der DRGh: Zur Zeit gibt es keine belastbaren Daten zum Risiko einer COVID-19-Infektion unter laufender immunsuppressiver Therapie. Evidenzbasierte Empfehlungen zum Umgang mit einer immunsuppressiven Therapie in Bezug auf die COVID-19-Infektion kann es daher nicht geben.

Link zur Seite der DGRh

Welche Allgemeinen MaĂźnahmen empfiehlt das RKI?

  • Bleiben Sie zu Hause
  • LĂĽften Sie Ihre Räume regelmäßig (wann immer möglich)
  • Absage bzw. Verschiebung von nicht notwendige Reisen
  • Verlassen der Wohnung: möglichst nur fĂĽr Versorgungsgänge; Abstand von 1 bis 2 m zu anderen Personen halten
  • Reduzieren Sie privaten Kontakte auf das Notwendigste
  • Nutzen Sie die Möglichkeiten von Telefon und Internet (ohne direkten/persönlichen Kontakt)
  • Lassen Sie sich als Risikogruppe wenn möglich durch Familien- und Nachbarschaftshilfe versorgen
  • Legen Sie den Umgang mit Erkrankten im Haushalt fest (Schlafen und Aufenthalt in getrennten Zimmern; Mahlzeiten getrennt einnehmen; räumliche Trennung von Geschwisterkindern)
  • Denken Sie and eine Absage von gemeinschaftliche Treffen/Aktivitäten (Vereine, Sportgruppen, größere private Feiern)
  • Vermeiden Sie enge BegrĂĽĂźungsrituale (HändeschĂĽtteln, KĂĽsschen)

Gibt es Empfehlungen fĂĽr Kinder und Jugendliche mit Rheuma?

Die Gesellschaft fĂĽr Kinder- und Jugendrheumatologie gibt folgende Handlungsempfehlungen fĂĽr Kinder und Jugendliche mit rheumatischen oder autoinflammatorischen Erkrankungen aus:

Allgemeine MaĂźnahmen

  • Bitte beachten: Rheumamedikamente, wie z.B. Methotrexat (MTX), Biologika oder Kortison, nicht absetzen, ohne den/die behandelnden Rheumatologen zu konsultieren. Eine Ă„nderung der medikamentösen Therapie birgt immer die Gefahr eines Rheumaschubes.

  • Kinder und Jugendliche mit aktiven rheumatischen Erkrankungen gehören zu den Risikogruppen, ebenso wie Patienten mit immununterdrĂĽckenden Medikamenten. Das individuelle Risiko und ggf. eine Therapieanpassung (z.B. des Kortisons) sind mit dem behandelnden Kinderrheumatologen zu besprechen.

  • Zur Vermeidung einer Infektion mit COVID-19 sind die ĂĽber das Robert Koch-Institut verbreiteten Hygiene- und IsolierungsmaĂźnahmen unbedingt einzuhalten. Diese beinhalten das Waschen der Hände, den Versuch nicht ins Gesicht zu fassen, das Niesen und Husten in die Armbeuge und das HändeschĂĽtteln einzustellen. Aktuell ist die Reduktion sozialer Kontakt wesentlich, Menschenansammlungen und Kontakt zu Menschen mit Erkältungssymptomen sollten zurzeit grundsätzlich vermieden werden.

Der derzeitige Wissenstand zu durch SARS-CoV-2 verursachten Erkrankungen ist noch sehr unzureichend. Die Handlungsempfehlungen werden daher ggf. dem aktuellen Wissenstand angepasst werden. Es handelt sich daher ausdrücklich um nicht rechtsverbindlichen Handlungsempfehlungen. Im Einzelfall ist den Anweisungen der Gesundheitsbehörden auf Basis des Infektionsschutzgesetzes Folge zu leisten.

Diese Empfehlungen wurden verfasst von: Prof. Dr. J.P. Haas (Garmisch-Partenkirchen)

In Zusammenarbeit und Abstimmung mit: Prof. Dr. R. Berner (Dresden), PD Dr. J. Brunner (Innsbruck), Dr. K. Mönkemöller (Köln), Dr. S. Mrusek (Baden-Baden), Dr. P. Oommen (Düsseldorf), Prof. Dr. K. Tenbrock (Aachen) und weiterer Kolleg*innen

Link zur Seite der GKJR

Stand: 31.03.2020

Was ist bei Verdacht auf eine Corona-Infektion bei Kindern und Jugendlichen zu beachten?

Vorgehen bei Verdacht auf -/ bzw. Nachweis einer Infektion

  • Sollten Sie bzw. Ihr Kind sich in Quarantäne befinden bzw. besteht ein dringender Verdacht bzw. eine bestätigter Ansteckung (Infektion) mit dem Coronavirus ist in RĂĽcksprache mit dem behandelnden Rheumatologen zu entscheiden, ob die Therapie modifiziert oder vorĂĽbergehend ausgesetzt wird. Bis zur RĂĽcksprache sollten immunmodulierende/immunsuppressive Medikamente vorerst nicht verabreicht werden. Eine Ausnahme stellen Steroide und Anakinra (Kineret®) dar; diese sollten nicht abrupt abgesetzt werden.

  • Bei Fieber und/oder reduziertem Allgemeinzustand und/oder angestrengter Atmung sollte umgehend Zugang zur medizinischen Versorgung gesucht werden.

Falls ein Routine-Termin in der Rheumatologie ansteht: Nutzen Sie die Möglichkeit der Videosprechstunde oder bitten Sie um Verschiebung oder ein Telefonat.

Link zur Seite der GKJR

Stand: 31.03.2020

SCHUTZ VOR SARS-CoV-2

SchĂĽtzen Sie sich selbst und andere!

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Verhaltensregeln zum eigenen Schutz und anderer im Alltag

Die BzGA stellt Ihnen ein Merkblatt mit Verhaltensregeln und -empfehlungen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie auf infektionsschutz.de.

Stand: 23.03.2020

Was kann die Bevölkerung tun, um die Ausbreitung zu verlangsamen?

Sie können einen Beitrag zur Verlangsamung der Ausbreitung des Corona Virus leisten, wenn Sie folgende Empfehlungen im Alltag berücksichtigen:

  • Haben Sie Krankheitszeichen im Bereich der Atemwege? Dann bleiben Sie zu Hause.
  • Verlässliche Informationen finden Sie auf den Internetseiten öffentlicher Stellen. Dies sind z. B. das Bundesgesundheitsministeriums, die jeweiligen Landesgesundheitsministerien, die Bundeszentrale fĂĽr gesundheitliche Aufklärung und das Robert Koch-Institut. Auch lokale Gesundheitsämter informieren Sie ĂĽber die aktuelle Lage.
  • Achten Sie beim Verbreiten von Social-Media-Informationen darauf, dass diese aus verlässlichen und öffentlichen Stellen (z. B. Ministerium fĂĽr Gesundheit) stammen. Hinweise, wie Sie verlässliche Informationen erkennen erhalten Sie hier: Verlässliche Informationen erkennen.
  • Vorgaben und Empfehlungen der zuständigen Behörden sollten befolgt werden.
  • Bei Aufenthalt im öffentlichen Raum gilt zu beachten: Tun Sie dies nur alleine oder mit Angehörigen des eigenen Hausstandes. Beachten Sie die Regelungen Ihres Bundeslandes.
  • In der Ă–ffentlichkeit halten Sie bitte mindestens 1,5 Meter Abstand von anderen Menschen.
  • Achten Sie auf eine gute Händehygiene und die Husten- und Niesregeln.
  • Unterlassen Sie HändeschĂĽtteln.
  • Zur Vermeidung fassen Sie sich möglichst nicht ins Gesicht. Etwaige Krankheitserreger können ĂĽber die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufgenommen werden.
  • Sofern möglich reduzieren Sie die eigene Nutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln.
  • Nutzen Sie die Möglichkeit von zu Hause zu arbeiten.
  • Die Organisation oder der Besuch von privaten Treffen ist zu unterlassen, unabhängig davon ob Sie diese bei sich oder bei anderen zu Hause abhalten (z. B. Geburtstagsfeiern, Spielverabredungen fĂĽr Kinder oder Filmabende). Diese Freizeitbeschäftigungen sind aktuell nur mit den im Haushalt lebenden Personen gestattet. Dies dient dazu, die Zahl der Ansteckungen einzudämmen.

Regionalen bzw. lokale Maßnahmen: Bitte achten Sie darauf, das die in Deutschland geltenden Regalen lokal durch weitere oder andere Regeln ergänzt wurden. Bitte informieren Sie sich hierzu bei entsprechenden Stellen.

Das Merkblatt mit Verhaltensregeln und -empfehlungen finden Sie auf infektionsschutz.de

Maßnahmen zur Kontaktreduzierung in Gebieten mit vermehrten Fällen finden Sie auf den Seiten des Robert Koch-Instituts.

Zusätzliche Informationen zur Vorbereitung jedes Einzelnen bzgl. der COVID-19-Pandemie finden Sie beim Science Media Center.

Stand: 26.03.2020

WIe kann man sich selbst und andere schĂĽtzen?

Ähnlich wie bei Influenza und anderen Atemwegserkrankungen gelten ähnliche Schutzmaßnahmen as sinnvoll:

Menschen mit Symptomen einer Atemwegserkrankung sollten zu Hause bleiben. Unterbinden Sie die ungehinderte Freisetzung von Tröpfchen z. B. beim Husten oder Niesen durch Beachtung von Husten- und Niesregeln, dem Tragen eines Mund-Nasen-Schutz bzw. einer alternativen Barriere vor Mund und Nase (z. B. aus Stoff). Achten Sie auf eine gute Händehygiene und das Abstandhalten.

Stand: 25.03.2020

Gibt es eine Impfung gegen COVID-19?

Aktuell steht kein Impfstoff zur VerfĂĽgung, jedoch wird weltweit intensiv an solchen Impfstoffen gearbeitet. Ab wann ein Impfstoff verfĂĽgbar sein wird, ist derzeit noch nicht absehbar.

Stand: 25.03.2020

Ist das Tragen eines Mundschutzes im Alltag sinnvoll?

Sie schützen sich am effektivsten durch Einhalten der Husten- und Niesregeln, eine gute Händehygiene und das Abstandhalten (mindestens 1,5  Meter) von anderen Personen.

Sofern sich Person mit einer akuten Atemwegsinfektion im öffentlichen Raum bewegen muss, sollte diese einen Mund-Nasen-Schutz oder eine alternative Barriere vor Mund und Nase (z. B. aus Stoff) tragen. Dies verringert das Risiko andere Personen anzustecken, durch größtmögliche Zurückhaltung von Tröpfchen, welche beim Husten oder Niesen entstehen. 

Zur optimalen Wirksamkeit achten Sie bei einem Mund-Nasen-Schutz auf den korrekten Sitz:

  • eng anliegend tragen,
  • bei Durchfeuchtung wechseln und
  • beim Tragen nicht verschieben.

Die Minimierung eines Ansteckungsrisikos für gesunde Menschen kann durch das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ggf. nicht verringert werden. Aktuell fehlen hier hinreichenden Belege dafür. Die WHO warnt, dass das Tragen einer Maske allgemein ein falsches Sicherheitsgefühl erzeugen kann. Dies führt möglicherweise dazu, dass Hygienemaßnahmen wie eine gute Händehygiene vernachlässigt werden.

Beachten Sie: Beim Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes (oder einer anderen Form der Barriere) sind Abstandsregeln oder Händehygiene WEITER EINZUHALTEN.

Stand: 25.03.2020

Kann man sich über Lebensmittel, Oberflächen oder Gegenstände mit COVID-19 infizieren?

Viren werden in der Regel ĂĽber Sekrete des Atmungstrakts ĂĽbertragen.

Gelangen infektiösen Sekrete an Hände und berühren diese dann beispielsweise das Gesicht, kann auch auf diese Weise eine Übertragung stattfinden. Eine gute Händehygiene ist somit wichtiger Bestandteil der Vorbeugung.

Allgemein gilt: Übertragungsmöglichkeiten über Oberflächen hängen von vielen verschiedenen Faktoren ab. Wissenschaftliche Untersuchungen zu dem Thema finden unter experimentellen Bedingungen statt und können nicht das realistische Übertragungsrisiko im Alltag widerspiegeln.

Details zu Ăśbertragungsrisiken finden Sie hier:

Stand: 18.03.2020

RISIKOGRUPPEN | SCHWANGERE | KINDER

Wer gehört zu einer Risikogruppe bei einer COVID-19 Infektion?

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Risikogruppen & Vorerkrankungen

Bitte beachten: Gelegentlich können auch bei Personen ohne Vorerkrankung bzw. jüngeren Patienten schwere Verläufe auftreten.

Folgenden Personengruppen haben in erhöhtes Risiko für schwere Verläufe:

  • ältere Personen (mit stetig steigendem Risiko fĂĽr schweren Verlauf ab etwa 50 bis 60 Jahren)
  • Personen mit Vorerkrankungen
  • Raucher

Folgende Vorerkrankungen sind zu berĂĽcksichtigen:

  • des Herz-Kreislauf-Systems (z. B. koronare Herzerkrankung und Bluthochdruck) 
  • der Lunge (z. B. Asthma, chronische Bronchitis) 
  • Patienten mit chronischen Lebererkrankungen
  • Patienten mit Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Patienten mit einer Krebserkrankung
  • Patienten mit geschwächtem Immunsystem (z. B. aufgrund einer Erkrankung, die mit einer Immunschwäche einhergeht oder durch Einnahme von Medikamenten, die die Immunabwehr schwächen, wie z. B. Cortison).

Weitere Informationen:

Stand: 26.03.2020

Schwangere und Corona SARS-CoV-2

Gemäß aktueller Information der WHO: Schwangere scheinen kein erhöhtes Risiko für einen schweren Krankheitsverlauf zu haben. Basierend auf den bisher vorliegenden Untersuchungen und Berichten aus China zu Immunreaktionen bei Neugeborenen kann eine Übertragung im Mutterleib NICHT ausgeschlossen werden.

In den meisten Fällen zeigen die Kinder von auf das Corona-Virus positiv getesteten Müttern nach der Geburt keine Krankheitszeichen. Bislang sind nur einzelne Fälle von Erkrankungen bei Neugeborenen beschrieben, die möglicherweise Folge einer Infektion im Mutterleib sind.

Eine Übertragung auf das Neugeborene ist über engen Kontakt und eine Tröpfcheninfektion möglich.

Bisher gibt es keine Nachweise des neuartigen Coronavirus in der Muttermilch.

Die Datenlage ist derzeit aber noch nicht ausreichend, um diese und andere Fragen zu COVID-19 in der Schwangerschaft sicher zu beantworten.

Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe hat Hinweise und FAQ für Schwangere und Säuglinge erarbeitet.

Stand: 30.03.2020

Kinder

Es ist derzeit noch unklar, ob Kinder weniger an COVID-19 erkranken als Erwachsene. Der Krankheitsverlauf scheint bei Kindern jedoch häufig geringer ausgeprägt zu sein als bei Erwachsenen. Jedoch können auch, insbesondere bei jüngeren Kindern, schwere Verläufe vorkommen.

Welche Rolle Kinder und Jugendliche an der Ausbreitung des Virus in der Bevölkerung spielen, lässt sich nicht sagen, da hierzu keine Daten vorliegen. Zu Beginn der Pandemie in China wurden vor allem Übertragungen unter Erwachsenen nachgewiesen, später kam es auch zu Infektionen bei Kindern. Da Kinder und Jugendliche häufig engen Kontakt untereinander haben und zudem die Erkrankung bei ihnen häufiger ohne Krankheitszeichen verläuft, erscheint es plausibel, dass Übertragungen stattfinden.

Insbesondere in einem fortgeschrittenen Stadium der Pandemie, bei dem viele -auch unerkannte- Ansteckungen stattfinden, scheint die Ăśbertragung durch Kinder und Jugendliche eine Rolle zu spielen.

Kinder und Jugendliche sollten ebenso wie Erwachsene darauf achten, zu anderen einen Abstand von mindestens 1,5 Metern zu halten. Auch für Kinder und Jugendliche gilt, dass sich nicht mehr als zwei Personen treffen sollen. Die Wahrscheinlichkeit einer Übertragung ist im Freien geringer als in geschlossenen Räumen. Trotzdem sollten Kinder und Jugendliche, die keinen Abstand zu anderen halten können oder wollen, zu Hause bleiben. Kranke Kinder und Jugendliche sollen zu Hause bleiben und bei Bedarf ärztlich behandelt werden (siehe auch “Warum ist es wichtig, Abstand zu halten, bzw. soziale Kontakte zu beschränken?“).

Für alle Eltern und Kinder gibt die BZgA Tipps für den Familienalltag während der Coronavirus-Pandemie unter www.kindergesundheit-info.de und www.uebergewicht-vorbeugen.de.

Stand: 30.03.2020

AUSBREITUNG VIRUS & REISEN

Wie breitet sich das Virus in Deutschland aus? Wie ist die Situation in anderen Ländern?

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Welche Länder sind von der Ausbreitung betroffen?

Unter www.rki.de/covid-19-fallzahlen finden Sie die aktuellen Fallzahlen

Unter www.rki.de/covid-19-risikogebiete finden Sie:

  • betroffene Länder,
  • Informationen zu internationalen Risikogebieten und
  • besonders betroffenen Gebieten in Deutschland.

Im COVID-19-Dashboard des Robert Koch-Instituts sind die Fallzahlen nach Bundesländern und Landkreisen aufgeschlüsselt.

Stand: 20.03.2020

Wie wird die Lage in Deutschland eingeschätzt?

Eine aktuelle Einschätzung des Robert Koch-Instituts zur Lage in Deutschland finden Sie unter www.rki.de/covid-19-risikobewertung.

Stand: 10.03.2020

Welche Auswirkungen hat das Coronavirus auf Deutschland?

Wie viele Menschen sich insgesamt in Deutschland mit dem Coronavirus infizieren, kann aktuell noch nicht abgeschätzt werden. Nach aktuellen Erkenntnissen verläuft nur ein kleiner Teil der Erkrankungen schwer.

Wissenschaftliche Schätzungen gehen von bis zu 70 % der Bevölkerung aus. Der Zeitraum der Infektionen ist allerdings unklar. Allgemeine Auswirkungen auf Deutschland lassen sich nicht vorhersagen.

Aktuell gilt es, die gesamte Last durch COVID-19 Patienten fĂĽr das deutsche Gesundheitssystem zu minimieren.

Stand: 20.03.2020

Welche Länder sind noch betroffen? Ist eine Reise in andere Länder noch sicher?

Das Auswärtige Amt hat eine weltweite Reisewarnung für alle nicht notwendigen touristischen Reisen ins Ausland ausgesprochen.

Stand: 27.03.2020

Was muss ich bei einer RĂĽckkehr von einer Reise beachten?

Sofern sie von einer Reise zurückkehren empfiehlt das Bundesministerium für Gesundheit in dem Merkblatt für Reisende 

  • unnötige Kontakte zu vermeiden,
  • 14 Tage zu Hause zu bleiben,
  • auf Handhygiene zu achten und
  • das BerĂĽhren des Gesichts zu vermeiden.

Stand: 27.03.2020